Zunächst die reinen Zahlen: Laut einer KfW-Umfrage wollen rund 227.000 Inhaber im Mittelstand bis Ende 2020 ihr Unternehmen in die Hände eines Nachfolgers legen. Im Durchschnitt benennen die Inhaber eine Kaufsumme von 351.000 € für ihr Unternehmen, und ein Drittel bewertet den Kaufpreis mit maximal 100.000 €. Für diesen Berechnungsansatz dient der einfache Jahresumsatz als Grundlage und die gesamte KfW-Studie findet ihr hier. 

So weit die Fakten, doch welche Schlüsse zieht ihr daraus?

Assets in der Niedrigzinsphase

Ich finde die Zahlen zuallererst erschreckend! Und ich frage mich, wie ein Unternehmer von einem Jahresumsatz von 100.000 bis 350.000 € überhaupt leben kann? Wenn ihr bei diesem Umsatz eine durchschnittliche Rendite von 8% annehmt, kommt der Unternehmer auf einen Jahresgewinn zwischen 8.000 und 28.000 €. Die Frage ist, ob er sich vorher schon den Unternehmerlohn abgezogen hat.

Vor allem aber zeigen die Zahlen, dass die Preise für Unternehmen im Keller sind. Warum ist der Berufswunsch, Unternehmer zu werden und damit Verantwortung zu übernehmen, so gut wie gar nicht mehr in der Bevölkerung vorhanden? Dabei kenne ich keinen anderen Beruf mit so viel Selbstbestimmtheit, Kreativität und wirtschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten. 

Und nicht nur das: Alle Menschen fragen sich in der Niedrigzinsphase, wie sie Assets aufbauen und erhalten können: Immobilien, Aktien und andere Werte sind bereits überbewertet. Aber Unternehmen sind, wie ihr aus der KfW-Studie und anderen entnehmen könnt, noch recht günstig.

Unternehmen, die neuen Immobilien

Wenn die jährlichen Gewinne und die Steigerung des Unternehmenswertes über den Erträgen liegen, die an Wertpapiermärkten oder mit Immobilien gemacht werden, dann ist dieses Asset anderen vorzuziehen. Leider sehen ausländische Investoren diese Möglichkeit deutlicher und kaufen sich deutsche Unternehmen wie zum Beispiel Kuka und Osram. Auch die Anteile der Dax-Unternehmen werden zu 54 % von ausländischen Investoren gehalten.

Da viele Assets eben zur Blasenbildung neigen, sehe ich mein Geld am besten in meinen Unternehmungen angelegt. Sie sind mein bestes Investment und ein Teil meiner Altersversorgung. Natürlich bin ich nicht von weltwirtschaftlichen und politischen Entscheidungen abgekoppelt, aber ich habe die Möglichkeit, mich vorausschauend auf absehbare Entwicklungen einzustellen. Und nicht nur das.

Unternehmen sind unser Wohlstand

Wenn immer mehr Unternehmen geschlossen als neue gegründet werden, dann werden zukünftig in Deutschland weniger Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, sorgen volkswirtschaftlich für unseren Wohlstand. Steuern fallen auf die verschiedenen Erträge an und von diesen profitiert die Allgemeinheit.

Welchen Impuls gibt euch die KfW-Umfrage und dieser Blog? Mir sagt er: Es ist ein guter Moment, ein Unternehmen günstig zu kaufen oder das eigene Unternehmen aufzuhübschen.

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