Ein Lebensgesetz lautet. Überall wo Sonne ist, dort ist auch Schatten. Durch den Coronavirus werden wir gerade nur mit Horrormeldungen überschüttet. Wie können wir trotz der Existenz des Coronavirus positive Aspekte für uns und unser Unternehmen ableiten?

Die Beschleunigung in allen Bereichen des Lebens sorgte dafür, dass gefühlt jeder nur noch in Hetze ist und sich immer mehr Menschen überfordert fühlen. Gerade jetzt gibt es ein Innehalten, verbunden mit ganz viel Angst, die durch die Medien wie ein Brandbeschleuniger verbreitet wird. Dies alles versieht unser bisheriges Tun mit einem großen Fragezeichen.

Das zwangsweise Innehalten nach 11 Jahren Wirtschaftswachstum ist ein guter Anlass, die Ziele und die eigene Schaffenskraft zu überdenken. Schon oft wurde debattiert, ob höher, weiter schneller der einzige Weg ist. Jetzt können wir uns die Zeit nehmen, nicht nur zu hinterfragen, sondern zu testen. Zum Beispiel, dass eine Videokonferenz genauso effizient sein kann wie ein Besuch vor Ort.

Unser Fünf Punkte Programm

Ich bin mir sicher, dass auch unser Unternehmen in Kürze die Rezession erreichen wird. Wir können nicht so schnell auf Klopapier, Nudeln oder Desinfektionsmittel unsere Produktion umstellen. Deswegen hier eine Aktionsliste von Bauer & Böcker, wie wir uns auf die nächsten Wochen einstellen:

  • Aufgrund des Aktionismus ist vieles liegen geblieben. Vieles war nach Außen gerichtet. Jetzt machen wir eine Art Hausputz: Maschinen, Anlagen und Betriebsinfrastruktur müssen auf den Prüfstand, überholt und gepflegt werden.
  • In unserer Pipeline stecken so viele Projekte, die nicht richtig voran kommen. Jetzt ist eine gute Zeit diese zu ordnen, zu priorisieren und dann mit dem eigenen Team oder externer Unterstützung nach vorne zu bringen. Zum Beispiel haben wir schon seit drei Jahren die Idee, die Arbeitsabläufe in unserem Versandbereich effizienter und für die Mitarbeiter ergonomischer zu gestalten. Jetzt können wir es umsetzen.
  • Interne Veränderungen, die dem schnellen Wandel geschuldet waren, werden aufgearbeitet. Die Arbeitsplätze in unserem Unternehmen haben sich schneller entwickelt als die dahinter liegenden Stellenbeschreibungen. Wir werden beides wieder zusammen führen und uns die Zeit nehmen, mit den Mitarbeitern Klarheit in die neuen Anforderungen ihres Arbeitsplatzes zu bringen. Wie wollen wir uns und unser Team für die Zeit nach der Krise besser aufstellen? Mitarbeiter-Schulungs- und -Entwicklungsprogramme kommen auf den Plan.
  • In den letzten 12 Monaten haben wir 12 neue Produkte entwickelt und bei den Kunden vorgestellt. Vier davon sind schon umgesetzt und lieferbar. Jetzt haben wir und auch externe Zuarbeiter die Kapazitäten, die Serienreife der übrigen acht Produkte vorzubereiten.
  • Einige Prozesse sind rückständig und lassen sich durch digitale Lösungen heute automatisierter regeln. Aber auch das geschieht nicht von heute auf morgen. Dafür braucht es Ruhe, Zeit und viele intensive Überlegungen.

Natürlich sind diese ganzen Vorhaben im ersten Moment nicht umsatzsteigernd, sondern eher kostenintensiv. Die Wertschöpfung wird allerdings sichtbar, wenn wir gestärkt aus der Krise kommen.

Und dann fällt mir noch ein positiver Aspekt ein. Unser Klima profitiert von dem geringeren Mobilitätsdrang der Menschen.

Fazit:

Ich finde es in diesen Tagen wichtig, die Aufmerksamkeit nicht nur auf den Virus und dessen Folgen zu fokussieren und so in eine Art Ohnmacht zu fallen, sondern eher die Umstände zu gestalten und wenn es auch schwer fällt, positive Aspekte und Handlungen abzuleiten.

Wie könnt Ihr die derzeitige Situation nutzen, um Euch für die Zeit nach der Krise besser aufzustellen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü